Tagesgeld Sicherheit und Einlagenschutz
Die Sicherheit einer Geldanlage ist ein wichtiges Thema und meist ein Argument für oder gegen eine bestimmte Anlageform. Bei der Tagesgeld Sicherheit möchten wir zwei entscheidende Punkte der Tagesgeldanlage näher erläutern:
- Tagesgeld Zinsen und Rendite
- Sicherheit des angelegten Kapitals
Sicherheit der Tagesgeld Zinsen bzw. der Rendite
Tagesgeld Zinsen sind marktüblichen Schwankungen ausgesetzt, wie auch alle anderen Zinsen für Geldanlagen und Kredite. Der Nachteil der Zinsen für Tagesgeld liegt jedoch darin, dass diese in der Regel nicht für einen bestimmten Zeitraum zugesichert werden, wie im Vergleich z.B. die Festgeld Zinsen. Sofern es sich also nicht um bestimmte Tagesgeld Neukundenangebote handelt, bei denen die Banken einen Zinssatz bis zu einem bestimmten Datum garantieren, können die Tagesgeld Zinsen seitens der Banken jederzeit korrigiert werden, jedoch in beide Richtungen - sowohl nach oben als auch nach unten hin.
Damit ist eine Prognose, wie hoch die Tagesgeld Rendite schlussendlich ausfällt, auf längere Zeit gesehen nahezu unmöglich. Zwar kann man den Markt beobachten und eine grobe Richtung erkennen, wohin die Reise geht, lange Planungen sind aber nahezu unmöglich.
Einlagensicherung auf dem Tagesgeldkonto - Einlagensicherungsfonds
Tagesgeld zählt, wie auch andere Sparkonten, zu den Sichteinlagen, welche seit dem 01.07.2009 laut EU-Richtlinie sowohl in Deutschland als auch EU-weit zu 100% bis- 50.000 EUR
je Kunde geschützt sind. Diese EU-Richtlinie sieht ab 2011 auch eine Erhöhung der Einlagensicherung auf
- 100.000 EUR
vor.
Bis zu einem Betrag von 50.000 EUR ist die Tagesgeld Sicherheit also über die gesetzliche Ebene gewährleistet. Diese Gewährleistung übernimmt in der Bundesrepublik Deutschland die
- Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Das ist die gesetzlich einheitliche Einlagensicherung, der alle in Deutschland operierenden Banken unterstehen. Der Einlagenschutz geht aber noch weiter.
Freiwillige Einlagensicherungssysteme
Das Gros der Banken ist freiwillig in weiteren Einlagensicherungssystemen organisiert.
- Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken
- Einlagensicherungsfonds öffentlicher Banken Deutschlands
- Sicherungseinrichtung der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
- Sparkassenstützungsfonds des Sparkassen- und Giroverbandes
Über diese Einlagensicherungssysteme liegen die Grenzen für Kapitalschutz deutlich über 50.000 EUR. Je nach Einlagensicherungsfonds liegt die Grenze für den Kapitalschutz eines jeden Kunden bei
- 100% der Einlage
- 30% des Eigenkapitals der jeweiligen Bank
Wird die Einlage zu 100% geschützt, ist es unerheblich, wie viel man als Kunde anlegt - 100% sind 100%, also in voller Höhe. Haftet eine Bank mit 30% Ihres Eigenkapitals für die Einlage eines jeden Kunden, ist zwar eine Grenze gesetzt, jedoch in einer solchen Höhe, dass man von einer nahezu 100%igen Sicherheit sprechen kann. Hat eine Bank ein Eigenkapital von z.B. 250 Mio. EUR in der letzten Bilanz ausgewiesen, beträgt die Sicherungsgrenze für die Einlage eines jeden Kunden bei 75 Mio. EUR - wer investiert schon so viel Geld in die Geldanlage Tagesgeld?












