Tagesgeld Checkliste – Auswahlkriterien
Ein Tagesgeldkonto gehört heute zu den Anlageformen, die eigentlich jeder nutzen sollte, da man schon kleine Beträge zu guten Zinssätzen anlegen kann und das Geld trotzdem jederzeit zur Verfügung steht. Das Verlustrisiko liegt dabei bei Null (außer, die Bank wird zahlungsunfähig). Da es aber sehr viele verschiedene Tagesgeldkonten gibt, muss man irgendwelche Auswahlkriterien nutzen können, anhand derer man ein gutes Tagesgeldkonto erkennen kann. Im Folgenden werden deshalb die wichtigsten Auswahlkriterien und Tipps für Tagesgeldkonten näher präsentiert.
Tagesgeld Zinsen als wichtigstes Auswahlkriterium
Bei der Wahl des eigenen Tagesgeldkontos spielen die Zinsen eine sehr zentrale Rolle, denn sie bestimmen maßgeblich die Rendite, die man mit seiner Geldanlage erzielen kann. Auf dem Tagesgeld Markt kann man zwei Arten von Angeboten unterscheiden, denn während auf dem einen Tagesgeldkonto hohe Tagesgeld Zinsen für Neukunden und eher durchschnittliche Zinskonditionen für Bestandskunden gezahlt werden, gibt es auch Angebote, bei denen die Zinsen nur etwas unter dem Top-Niveau liegen, dafür jedoch unabhängig vom Kundenstatus und zunächst zeitlich wie betragsmäßig unbegrenzt vergütet werden.
Für kurzfristige Anleger sind attraktive Neukundenangebote sehr interessant, während ein Anleger mit längerfristigen Renditeabsichten lieber ein Tagesgeldkonto mit stetig gleich guter Verzinsung wählen sollte.
Durch das Zinsintervall die Rendite erhöhen
Das Zinsintervall ist ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium für ein Tagesgeldkonto, denn je schneller aufgelaufene Tagesgeld Zinsen überwiesen werden, desto eher können sie auch verzinst werden, was einen Renditeanstieg zur Folge hat. Werden die Tagesgeld Zinsen also monatlich ausbezahlt, bekommt man bereits am Ende des 2. Monats Zinseszinsen für die Zinszahlung des ersten.
Beim Tagesgeld spielt der Zinseszinseffekt also eine wichtige Rolle und sollte deshalb unbedingt beachtet werden. Gute Lösungen in diesem Bereich bieten normalerweise vierteljährliche und monatliche Zinszahlungen. Interessant sind die monatlichen Zinsen allerdings nur, wenn der Zinsunterschied deutlich ist. Eine monatliche Zinsgutschrift wird in der Regel eine schlechtere Verzinsung nicht aufwiegen können.
Einlagenhöhe beachten
Während Mindesteinlagen im Online Bereich relativ selten sind, gibt es des öfteren Maximaleinlagen, bis zu denen ein bestimmter lukrativer Zinssatz gezahlt wird. Darüber hinaus sind die Tagesgeld Zinsen dann eher schwach und es lohnt sich kaum, noch mehr Geld auf so einem Tagesgeldkonto anzulegen. Wer also größere Summen in Tagesgeld anlegen möchte, sollte vorher schauen, ob auf dem entsprechenden Tagesgeldkonto die Maximaleinlage nicht unterhalb der gewünschten Summe liegt.
Hin und wieder findet man auch noch Mindesteinlagen, die im Bereich zwischen 500 und 1.500 Euro liegen, was vor allem bei Kleinanlegern ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung für ein Tagesgeldkonto sein kann.
Kosten für die Kontoführung
Die Kontoführung eines Tagesgeldkontos ist in der Regel vollkommen kostenlos. Man muss weder etwas für bestimmte finanzielle Transaktionen bezahlen, noch fallen Kosten für Kontoauszüge an, da dies im Onlinebereich der Bank dem Kontoinhaber zum Ausdruck bereit gestellt werden. Sollten allerdings ausdrücklich Kontoauszüge auf dem Postweg verlangt werden, können diese Gebühren mit sich bringen.
Sicherheit durch Einlagensicherung
Die Einlagensicherung ist in Deutschland oftmals unproblematisch, da fast alle Anbieter Mitglieder im Einlagensicherungsfonds sind und damit eine nahezu unbegrenzte Absicherung bieten. Ausländische Tagesgeldkonten sollten jedoch etwas näher auf die Einlagensicherung hin überprüft werden, weil es längst nicht in jedem Staat der EU einen solchen Fonds gibt.

