Abgeltungssteuer könnte zu Reformen bei Lebensversicherung führen
Die Veränderungen im Zuge der Einführung der Abgeltungssteuer waren für die deutschen Anleger schwer wiegend.
Im Grunde durften sich fast nur Großverdiener die Hände reiben, weil die pauschale Besteuerung vielfach deutlich unter dem bisherigen Höchststeuersatz lag. Auch bei der Kapitallebensversicherung hat die Abgeltungssteuer für neue Voraussetzungen gesorgt.
Diese könnten nun laut aktueller Meldungen in den Finanzgazetten dafür sorgen, dass das Bundesfinanzministerium in diesem Falle der Altersvorsorge neue rechtliche Steuerregelungen in Angriff nimmt. Im gleichen Atemzug will man durch mögliche Korrekturen auch eine Umgehung der Abgeltungssteuer verhindern.
Denn gerade die Kapitallebensversicherungen waren die vorliegende Befreiung von der Abgeltungssteuer kurzerhand zu einer interessanten Geldanlage geworden für viele Anleger, die bereits an anderer Stelle die Altersvorsorge sicherstellten. Diesem legalen Steuersparvorgang will die Regierung also angeblich ein Ende setzen. Geplant sind Schritte, durch die nur noch einige der Lebensversicherungen von der neuen Steuer befreit sein sollen.
Hintergrundinformationen über die genauen Pläne gibt es bislang nicht. Versicherungsexperten jedoch erwarten, dass vor allem Policen mit niedrigem Schutz im Todesfall aus der Klasse der befreiten Kapitallebensversicherungen fliegen sollen. Gleiches wird wohl für die so genannten vermögenverwaltenden Angebote auf dem Markt in Kraft treten. Im Fall der Fälle könnte der Fiskus die Kosten durch die Neubesteuerung sogar rückwirkend eintreiben.

