In Europa hat die Branche bisher das Glück, von größeren Ausfallproblemen im Stil der US-Immobilienkrise verschont geblieben zu sein. Die Auswirkungen der amerikanischen Probleme auf den europäischen Markt schließlich bereits dramatisch genug in den vergangenen beiden Jahren.
In den USA sieht die Lage diesbezüglich bekanntermaßen dennoch weitaus anders aus. Dort präsentiert sich das dritte Quartal des Jahres 2009 für die Immobilienfinanzierer, die doch an sich schon hart genug getroffen sind.
Bei den Hypothekenkrediten, bei denen die Kreditnehmer zwei Monate oder länger in Zahlungsverzug sind, stieg in den Monaten Juli bis September in rekordverdächtiger Form um insgesamt 6,25 Prozent auf nunmehr durchschnittlich 193.121 US-Dollar pro Kopf bei den Kreditkunden in diesem Marktsegment der Immobiliendarlehen.
Beim Gesamtvolumen entspricht dieses Plus nun einem Negativ-Rekord. Diese Informationen ergibt eine Statistik der Informationsagentur TransUnion, die sich auf den Kreditsektor spezialisiert hat. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stieg das Volumen sogar um 58 Prozentpunkte an. Die weiterhin schlechte Entwicklung ist ohne Frage ein erneuter Einschnitt.
In den direkten Abgleichsprozessen zwischen den unterschiedlichen Quartalen ergibt sich jedoch ein Rückgang bei der prozentualen Ausfallsteigerung. Im zweiten Quartal dieses Jahr das Plus der Ausfälle im Vergleich zum 1. Quartal 2009 bei 11,3 Prozent.
Verglichen mit dem zweiten Quartal stieg das Volumen im zurückliegenden Vierteljahr um nur 7,6 Prozent. Diese Sachlage ändert jedoch nichts daran, dass die Lage nach wie vor als kritisch einzustufen ist.
