Die Pleite des Versandhandelshauses Quelle hat in den vergangenen Wochen weite Kreise gezogen in ganz Deutschland und auch über die Landesgrenzen hinaus.
Schließlich ist der Konzern keineswegs nur bei Warenversand aktiv gewesen, sondern hatte zusätzlich zum eigentlich Kerngeschäft viele Bereiche erschlossen. Auch mit Angeboten für die Bausparer hatte die so genannte Quelle Bausparkasse über Jahre hinweg überzeugen können.
Doch nun wird auch dieser Teil des Konzerns abgewickelt. Während sich die Kunden mit bestehenden Verträgen entspannt zurücklehnen können, weil ihre Verträge weiterlaufen werden, ist das Ende des Neugeschäfts besiegelt.
In die jetzige problematische Situation war die Quelle Bausparkasse geraten, weil die Unternehmensgruppe Arcandor und infolge dessen auch Quelle in die Insolvenz geraten waren. Baufinanzierung und Immobilienkredite der Marke Quelle – diese Dinge wird es also schon bald nicht mehr geben, wenngleich die Bestandskunden wohl noch für etliche Jahre Quelle-Kunden sein werden.
Sorgen um ihre Einlagen müssen sich die Kunden dank Einlagensicherungsfonds nicht machen. Betroffen sind vor allem die Mitarbeiter der Quelle Bausparkasse, denn sie werden über kurz oder lang ihre Arbeitsplätze einbüßen.
Allerdings müssen sowohl der Betriebsrat als auch der Aufsichtsrat den Plänen für die Abwicklung noch zustimmen. Zum Vergleich der Größenverhältnisse: Die Bausparkasse von Quelle machte bisher maximal 0,2 Prozent des gesamten Marktes zur Baufinanzierung hierzulande aus.
