Commerzbank schafft neue Sparte für Problem-Aktien

Während die Bundesregierung in Berlin noch immer mit den verschiedenen Ideen zu einer möglichen Bad Bank hadert, ist die Commerzbank schon einen Schritt weiter.

Die Bank hat kurzerhand selbst eine Abteilung ins Leben gerufen, in der von nun an die so genannten faulen Aktien zusammenfassen will. Die Rede ist dabei aber nicht von einer Bad Bank, darauf legt man bei der Commerzbank großen Wert. Die Betonung dieser Tatsache ist deshalb so wesentlich für die Führung des Bankenhauses, weil durch die interne Schaffung einer neuen Abteilung die betreffenden Wertpapiere auch weiterhin in den Konzern-Bilanzen auftauchen.

Ebendies wäre im Falle einer Bad Bank nicht der Fall gewesen. Was die Bank sich von der Maßnahme verspricht, ist klar: Die problematischen Papiere sollen von nun an schneller und umkomplizierter als bisher abgewickelt werden können in der neu geschaffenen Investment-Sparte der Commerzbank.

Angeführt wird die Expertenriege von einem alten Hasen in Sachen Restrukturierung. Vijay Radhakishun hat bereits bei der Dresdner Bank ähnliche Transaktionen mit großem Erfolg abgewickelt. Nach wie vor erstaunlich aus politischer Sicht übrigens: Das Angebot, dass die Regierung Banken faule Aktienpakete im Rahmen des Rettungspaketes abnimmt, wurde von den Banken bis dato nicht genutzt.

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