Europa bald ebenfalls in Kreditkartenkrise?

Publiziert am von Redaktion

In den USA hat sich die Situation der einst im wirtschaftlichen Boom befindlichen Branche der Kreditkarten inzwischen in ein echtes Sorgenkind der Regierung verwandelt.

Strengere Gesetze sollen dort nun seit einiger Zeit die Position der Verbraucher stärken, um so die Ausfallraten zu senken. Insbesondere die steigende Arbeitslosigkeit wird trotz derzeit besserer Prognosen und Ergebnisse im Juli auf mittelfristige Sicht die Ausfälle auch weiterhin steigen lassen.

Noch bis weit ins Jahr 2010 wird der neue entdeckte Verbraucherschutz in den USA die Branchenergebnisse drücken. Rund 700 Millionen Karten sind vor Ort im Umlauf, bereits jetzt haben etwa 44 Prozent der US-Amerikaner Schulden mit einer ihrer durchschnittlich 2,5 Kreditkarten angehäuft. Nun befürchten Experten, dass diese Form der Krise auch nach Europa schwappen könnte.

Denn obwohl sich die Zahl der Nutzer mit Kreditkarten-Schulden europaweit noch überblicken lässt, haben auch bei uns Formate wie die Revolving Kreditkarten zusehends einen Markt geschaffen, auf dem viele Verbraucher ihre neue Freiheit nutzen und mit der Plastikkarte Schulden aufnehmen, die mit erheblichen Nebenkosten verbunden sind.

So sind in den Augen mancher Experten auch für Europa vorübergehende Regulierungen notwendig, um Ausfälle in diesem Bereich des Finanzmarktes kontrollieren zu können. In den USA jedenfalls konnten die Gesetze zum Schutz der Kredit-Nehmer Erleichterung bringen. Wenngleich die Auswirkungen bei den Anbietern erwartungsgemäß nicht beliebt sind.

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