Festgeld überflügelt Tagesgeld
Die Zinsen für feste Geldanlagen steigen immer weiter. Zwölf Monate sein Geld anzulegen und dafür rund fünf Prozent Zinsen einzustreichen ist inzwischen normal und setzt Tagesgeld unter Druck.
Wenn die EZB sich bewegt, bewegt das den Markt und Festgeld profitiert ganz eindeutig davon, dass noch zu Beginn des Monats von Jean-Claude Trichet eine Zinssteigerung lediglich angekündigt wurde. Nur die Ankündigung hat bereits viele Institute dazu bewogen deutlich Zinserhöhungen vorzunehmen. Zinssätze um die fünf Prozent für 12 Monate Geldanlage sind keine Seltenheit mehr. Wer also auf die Flexibilität von Tagesgeld verzichten kann, fährt in den meisten Fällen mit Festgeld inzwischen deutlich besser.
Sowohl die Citibank, aber auch Deutsche Bank und kleinere Unternehmen, wie die Santander Consumer Bank haben inzwischen Anlagen von oben genannter Natur im Portfolio. Unterschiede machen bestimmte Institute noch zwischen Neu- und Bestandskunden. Nicht in jedem Fall erhalten die neuen Zinssätze auch Bestandskunden. Aus dem Ausland kommen weitere und zinstechnisch gesehen, noch lukrativere Angebote mit teilweise deutlich über 5 Prozent Renditechance. Doch Vorsicht ist geboten, wenn diese Banken zahlungsunfähig werden, denn meist sind die Einlagen nicht umfangreich gesichert. Institute die dem deutschen Einlagensicherungsfonds angegliedert sind, bieten weit mehr Sicherheit, als die Mehrzahl ausländischer Sicherungsfonds, wenn es solche Fonds überhaupt gibt.
Fakt bleibt, dass die aktuellen Festgeldzinsen günstiger und das Tagesgeld unattraktiv geworden ist, für alle, die um die zwölf Monate anlegen wollen.

