Von ein paar Wochen zu reden, käme einer schlichten Untertreibung gleich bei der Zeitspanne, die deutsche Verbraucher darauf warten mussten, um bei einem Kredit von den neuen Gegebenheiten auf dem Kreditmarkt profitieren zu dürfen.
Bis die Banken endlich die Einsparungen durch die Absenkung des Leitzinses vonseiten der Europäischen Zentralbank endlich auch an die Kunden weitergeben, sind den kritischen Stimmen aus der EZB zufolge Monate ins Land gezogen. Monate, in denen die Bankkunden zum Teil sogar mit Zins-Anhebungen leben mussten.
So hatten manche Sparkassen und Banken Zug um Zug insbesondere beim kostspieligen Dispositions-Kredit sogar nach der letzten Korrektur des Leitzinses die Kosten angehoben. Jetzt kommen langsam aber sie die neuen Marktbedingungen auch bei den Kontoinhabern an, die Zinsen sinken.
Zug um Zug – parallel zum Tagesgeld und Co – liegt der durchschnittliche Zinssatz beim Dispo in Deutschland nun Anfang des Monats April bei knapp 11,9 Prozent und somit etwa ein Zehntelprozent unter dem Vormonatswert. Kunden, die von einem Ratenkredit mit einer Laufzeit von sechs Jahren Gebrauch machen, erleben dieser Tage ebenfalls eine Kostensenkung.
Sicher sind Senkungen mit einer Größenordnung wie den augenblicklichen 0,08 Prozent auf einen Durchschnittswert von 8,44 Prozent kein Grund für Luftsprünge. Insgesamt ist die Entwicklung für die Konsumenten jedoch ein gutes Signal, nachdem die letzten Monate ohne Frage für die meisten Kunden recht verwirrend waren.
