Mehr Studentenkredite für Berlin
Die studentische Darlehenskasse mit Sitz in Berlin plant umfangreich zu expandieren und sich so noch mehr Hochschulen öffnen zu können.
Studentenkredite – der eine braucht sie gar nicht erst und andere wollen sie nicht, doch die Zahl derer, die wirklich auf diese Studiumsfinanzierung zurückgreifen wächst und wächst. Erst in Ruhe studieren und wenn man später in Lohn und Brot steht, beginnt die ratenweise Rückzahlung. Ein stimmiges Konzept, dem man sich bei geldlichem Bedarf während des Studiums nur schwer entziehen kann. Dass dies immer weniger Studierende können, belegen nun auch die Pläne der Darlehenskasse Berlin, die bisher nur Studenten der Berliner FU, der Technischen Fachhochschule und einigen, wenigen anderen Universitäten in Berlin unterstützte. Die Gesellschaft, die es übrigens schon seit 1950 gibt und welche gemeinnützig tätig ist, plant eine deutliche Expansion, auch über die Grenzen des Stadtstaates hinaus.
Mit monatlichen Unterstützungskrediten von bis zu 750 Euro arbeitet die Darlehenskasse derzeit und „schwimmt“, nach eigenen Angaben, der Zeit ein wenig im Geld, weil immer noch weit weniger Studenten den Kredit nutzen, als die, die es müssten und könnten. Die Angst vor Verschuldung in unsicheren Arbeitsplatzzeiten ist für viele Studenten immer noch ein zu großes Risiko derzeit. Zudem vergibt die Darlehenskasse nicht mehr als 9.000 im Jahr als Kredit, also weit weniger als das andere Banken mit ihren Studentenkrediten handhaben. Dafür sind allerdings auch die Kreditzinsen mit 4 Prozent weit geringer angesetzt, als bei anderen Anbietern, die im Schnitt bei 6 Prozent liegen.

