Panne bei Kredit- und ec-Karten nicht nur bei Postbank und Commerzbank
Die Überraschung bei den Postbank-Kunden in der Neujahrsnacht war, wie man sich nur allzu leicht vorstellen kann, groß, als ihnen der Automat den Zugang zum eigenen Bargeld verweigerte. Doch die Postbank war keineswegs das einzige Institut, frühzeitig gab auch die Commerzbank bekannt, dass die eigenen Kunden in ähnlicher Weise von der Datenpanne betroffen seien.
Auch Sparkassen-Kunden betroffen
Inzwischen weiß man, dass auch bei Sparkassen, Volksbanken und etlichen anderen Instituten Probleme bei der Automatennutzung vorlagen. Laut aktuellen Schätzungen aus der Bankenbranche sind oder waren zum Jahreswechsel gut 25 Millionen Girokarten oder EC-Karten von den technischen Problemen in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommen geschätzt maximal fünf Millionen Kreditkarten.
Problem in Deutschland bald behoben?
Seit dem gestrigen Abend sollte laut dem Zentralen Kreditausschuss (ZKA) das Geldabheben wenigstens im Inland wieder möglich sein. Im Ausland akzeptieren viele Automaten aufgrund der Software-Problematik auch weiterhin die Karten der deutschen Kunden nicht. Auslöser des Zwischenfalls war ein Fehler in der Programmierung eines Mikrochips der in den besagten Karten integriert ist.
Software-Fehler sorgt für Ärger
Diese Chip-Software war nicht imstande, die neue Jahreszahl 2010 ordnungsgemäß zu verarbeiten. Glück im Unglück: Wenigstens bei den Unternehmen des Einzelhandels sollen die problembehafteten EC- und Kreditkarten seit dem späten Montagabend wieder lesbar sein.
Kartennutzer im Ausland möglicherweise längerfristig ohne Automatenzugang
Im Laufe der Woche wollen die Banken wieder die gewohnte optimale Einsetzbarkeit der Karten sicherstellen. Branchenexperten bestätigen, dass von der Panne bis zu 30 Prozent aller Automaten und Bezahlterminals Schwierigkeiten beim Lesen der Kartendaten hatten oder noch immer haben. Für Kreditkarten-Nutzer im Ausland könnte sich dieses Ärgernis nach Aussagen des ZKA zudem durchaus noch eine ganze Weile hinziehen

