Wie beim Tagesgeld und Festgeldeinlagen hatte eigentlich niemand so recht mit derartigen Auswirkungen auf den Märkten gerechnet.
Doch während die Nutzer von Guthabenzinsen sich von den 5-Prozent-plus-X-Angeboten der Banken von Tagesgeldkonten überzeugen lassen, stehen auch den potentiellen Hausherren von morgen in der Krise und nach der Leitzinssenkung durch die EZB gute Aussichten bevor für die Baufinanzierung, aber auch für andere Kreditmodelle.
Die Erklärung für die ausbleibende Weitergabe der aktuellen Zinsveränderungen durch die Zentralbank Europas ist die Tatsache, dass die Probleme bei der Refinanzierung dies deutlich erschweren. Ohnehin richtet sich der Zinssatz beim Baugeld in der Regel an den aktuellen Renditen, die bei Staatsanleihen erzielt werden können von den Anlegern.
Und da in diesem Fall die Rendite allein bei den Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit um 1,5 Prozent gesunken sinken, stehen die Zeichen auch für die Bankkunden mit Finanzierungswunsch für den Neubau mehr als gut. Doch der Blick in die USA ist überflüssig.
Selbst wenn die Rendite bei den kurzfristigen Staatsanleihen dort zwischenzeitlich auf den historischen Nullwert gefallen ist. Umsonst gibt es in Deutschland (und auch in den USA) natürlich nichts. Wer In Sachen Kreditnutzung ein unbeschriebenes Blatt ist, wird bei einem Finanzierungsangebot mit einer Laufzeit von 15 Jahren dennoch mit 4,5% oder mehr rechnen müssen.
Wer noch etwas warten kann beim Bauen: Experten erwarten fürs neue Jahr wenigstens ein geringfügiges Nachgeben beim Baukredit-Zinssatz.
