Tagesgeld Zinsen sinken stärker als Kredit Zinsen
1,51 Prozent – diese Zahl wird viele erschrecken, die derzeit auf der Suche nach lukrativen Zinsofferten im Bereich der Tagesgeldkonten sind.
Dieser Prozentsatz ist nämlich nach aktuellen Auswertungen der Finanzberater des Unternehmens FMH aus der Main- und Bankenmetropole Frankfurt der derzeitige durchschnittliche Zinssatz, den Verbraucher von den Banken für Tagesgeld angeboten bekommen. Dabei können sich die Anleger mit Tagesgeld-Affinität fast noch freuen.
Denn diejenigen, die sich eher für längerfristige Sparmodelle wie das Festgeld interessieren, trifft es noch härter. Hier liegen die Konditionen inzwischen nur noch bei etwa 1,22 Prozent im Bereich der Angebote mit einer Laufzeit von drei Monaten für das Festgeld.
Hinnehmen können die deutschen Sparer derartige Entwicklungen möglicherweise, wenn die Banken die nötige Konsequenz an den Tag legten. Denn so begründen die Banken die schrittweisen Zinssenkungen zwar immer wieder gerne mit den Zinsvorgaben der Europäischen Zentralbank.
Doch warum, so die Frage der Bankkunden und ebenfalls aus Expertenkreisen, finden sich diese Entwicklungen nicht bei Kredit-Zinsen und den Zinsforderungen beim Dispositionskredit bei den Girokonten wieder?
Während nämlich Tagesgeld und Festgeld binnen Dreimonats-Frist erneut ein halbes Prozent bei der Rendite eingebüßt haben, liegen die Zinsen für die Kontoüberziehung auch weiterhin bei durchschnittlich 11,8 Prozent. Vor drei Monaten lag der Wert nur 0,019 Punkte höher. Der Rückgang ist also deutlich langsamer als beim durchschnittlichen Tagesgeldkonto.

