Das so genannte Mittelstandsbarometer der Beratungsprofis von Ernst & Young wird gemeinhin als eine der Richtung weisenden Umfragen im Lande zu wirtschaftlichen Entwicklungen bezeichnet. Für das Jahr 2009 macht das Barometer nun vor allem in Sachen der Kreditvergabe weiterhin Sorgen.
Auch wenn die Geschäftslage allmählich als weniger negativ eingestuft wird von den Teilnehmern der Umfrage. So ist das Ergebnis, dass etwa jedes siebte Unternehmen des deutschen Mittelstandes durch die Wirtschaftskrise in seiner Existenz gefährdet werden könnte bis zum Ende des Jahres, dennoch bedenklich.
Bei etwa einem Drittel der deutschen Unternehmen des Mittelstandes sieht man direkt Auswirkungen der Krise bei der eigenen Auftragslage. Zwar gibt man momentan noch Sorgen bei der Finanzierung an, doch alles in allem sieht man die Lage weitaus weniger kritisch als noch in der letzten Barometer-Publikation vor sechs Monaten.
Erwartet wird für die kommenden Monate vor allem ein Anstieg bei den Insolvenzen, denn so manche Branche wird es jetzt von der Krise erwischt. Die Maßnahmen zur Dämpfung der Krisenauswirkungen vonseiten der Bundesregierung begrüßt man bei den teilnehmenden Unternehmen.
Nun erhofft man sich nur noch weniger restriktive Vergaben von Krediten bei den Hausbanken, die weiterhin zu hohe Anforderungen stellen, bevor es zur Bewilligung von nötigen Finanzierungen kommt. Grundsätzlich jedoch ist die Stimmung deutlich optimistischer als in den letzten Umfragen aus dem Hause Ernst & Young.
