Wirrwarr um Prozente

Schaut man heutzutage, vornehmlich im Vorabendprogramm verschiedenster, deutscher Fernsehsender die Werbung, wird man mit Zahlen und Angeboten unterschiedlichster Banken nur so bombardiert. Wer blickt in Sachen Tagesgeld noch durch und welches Konto ist denn nun wirklich das Richtige? Ist eine höhere Prozentzahl in der Werbung gleich das Beste?

Die Antwort lautet „Nein“! Und zwar ganz entschieden, denn viele Anbieter schütten nur einmal im Jahr Zinsen aus und beziehen sich auf die dann in dem Moment auf dem Konto befindliche Summe. Die Kontobewegungen in den Monaten davor interessieren meist nicht mehr. Oftmals gibt es ein ganz normales Tagesgeldkonto mit den angeprangerten, hohen Zinssätzen auch gar nicht ohne ein Girokonto und ein Wertpapierdepot muß man gleich zusätzlich mit abschließen. Zusätzliche Produkte, die meist nicht gebraucht werden und im schlimmsten Falle Kosten verursachen.

Jemand der allerdings auch längerfristig (ca. 12 Monate) auf sein Geld verzichten kann ist mit Anlagebeträgen ab 5.000 € bei den einzelnen Unternehmen fast grundsätzlich gut aufgehoben, denn hohe Zinssätze können ausgenutzt werden. Doch leider hat nicht jeder Tagesgeldnutzer diese Freiheit, sein Geld so lange unangetastet zu lassen.

Versteckte Kosten sind bei jedem Konto ein Manko. Es heißt also genau hinschauen, dass nicht plötzlich doch Gebühren erhoben werden, obwohl es vorher in der Werbung hieß, kostenfrei. Weder laufende Kontoführungsgebühren, noch Verwaltungs- oder Einrichtungsgebühren sind bei der aktuellen Marktlage akzeptabel. Stößt man auf solch ein Konto mit zuviel Kleingedrucktem, sollte man weiter suchen.

Zudem sollte die Sicherheit beachtet werden. Ist das angelegte Geld wirklich komplett abgedeckt? Konten die nur eine Sicherheit bis 30.000 € aufweisen, sollten auch nicht mehr Einlage haben. Im schlimmsten Falle ist das Geld weg. Ein Tagesgeldkonto ist vor allem auch für größere Summen (ab 10.000 €) eigentlich nicht die geeignete Anlagestrategie. Bei finanzieller Freiheit sollte mit einem oder mehreren Experten eine gestreute Anlagenmischung zur optimalen Renditeerzielung besprechen

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