Ziehen Sparkassen jetzt noch nach?
Die Zinserhöhungen der EZB wurden von den meisten Anbietern eins zu eins an die Kunden weiter gegeben, doch hielten sich Sparkassen merklich zurück in dieser Entwicklung.
Aus dem Verbund der Sparkasse hört man keine weltbewegenden Neuigkeiten zum Thema Tagesgeld und Zinserhöhungen. Selbst das von einigen jetzt vorhergesagte Ende der Hochzinsphase wurde bisher von den eher konservativ handelnden Sparkassen weder bestätigt noch dementiert. Lediglich die Onlineausgabe der Frankfurter Sparkasse, die beteiligt sich nun an Zinserhöhungen und tut dies zum Ende der 29. Kalenderwoche hin. Zwar wird der Zinssprung nicht ganz dem Niveau der angehobenen Zinsen der EZB entsprechen, aber zumindest 0,25 Prozent kommen hinzu.
Neben der Zinserhöhung gibt es bei der bekanntesten deutschen Onlinesparkasse darüber hinaus auch eine neue Zinsstaffel. Zusammen gesetzte Zinssätze aus Basiszinssätzen und Zinszuschlägen schaffen eine neue Struktur für Geldanlagen bis zu einer halben Million Euro.
Ob die Entscheidung der 1822direkt, so der Name der Frankfurter Sparkasse im Netz, eine Art Signalwirkung auf den restlichen Verband und die einzelnen Sparkassen an sich hat, darf bezweifelt werden. Bisher haben sich Sparkassen selten aggressiv an der Preispolitik und an dem Zinswettstreit am Markt beteiligt und waren eher eine stille Alternative zu den Hochzinsangeboten aus dem In- und Ausland.

