Tipps für den Umgang mit Geld im Alltag

Zunächst ist oberstes Gebot sich einen konkreten Überblick über das tatsächliche Budget zu verschaffen. Dazu ist es unabdingbar die laufenden Einnahmen und Ausgaben aufzulisten. So manche Geldausgabe ist bei genauer Betrachtung deutlich umfangreicher als ursprünglich angenommen. Der Eintritt in die Schuldenfalle!

Zur Meidung einer überschuldeten Haushaltsführung sind nachfolgende Hilfsmittel zu empfehlen:

Zwei Schuhkartons und ein Haushaltsbuch

Dieses Handling ist auch im hektischen Alltag gut zu praktizieren. Der erste Schuhkarton dient als Sammelstelle für sämtliche Einkaufsbelege (Kassenzettel) etc. Das Mitnehmen von Belegen bei jedem Einkauf ist somit unabdingbare Pflichtübung, um den Überblick nicht zu verlieren. Diese Belege verweilen lediglich vorübergehend in dem Schuhkarton und werden alsbald auf Euro und Cent in das Haushaltsbuch übertragen. Für den Fall, dass Sie bei Ihrem Einkauf keinen Zahlungsbeleg erhalten haben sollten, notieren Sie sich den Betrag auf einem Extrazettel mit einem Vermerk über den Ausgabengrund und legen diesen entsprechend ab.

Wichtige Voraussetzung dieser Buchführung ist im Übrigen, dass sich alle Familienmitglieder an diesem System konsequent beteiligen!

Auch Kontoauszüge werden zunächst in dem ersten Schuhkarton deponiert. Hintergrund ist, dass sich aus den Kontoauszügen auch die monatlichen Lastschriften ergeben. Lastschriften sind regelmäßig eine Ausgabenposition, die gern übersehen wird, da es insoweit keine Extrabelege gibt. Somit sind auch die Lastschriften entsprechend in das Haushaltsbuch zu übertragen.

Empfehlenswert ist es spätestens einmal pro Woche die Übertragungen in das Haushaltsbuch vorzunehmen, schließlich soll auch ein überdimensionaler Bearbeitungsaufwand vermieden werden. Nach dieser Erfassung werden die Belege in dem zweiten Schuhkarton gelagert bis diese entsprechend abgeheftet bzw. entsorgt werden.

Das Haushaltsbuch kann – je nach Vorliebe – traditionell auf Papier oder per Computer mit Hilfe einer Tabellenkalkulation geführt werden. Sinnvoll ist eine Gliederung in verschiedene Rubriken. Diese können lauten wie folgt:

Einnahmen

hier sind das monatliche Einkommen (ggf. auch Rente), Kinder- und Elterngeld, Eigenheimzulage oder sonstige Sonderzahlungen, sowie Zins- oder Gewinnausschüttungen einzutragen.

Ausgaben

zum Zwecke der besseren Übersicht ist diese Rubrik weiter zu untergliedern wie folgt:

Durch konsequente Buchführung lässt sich schnell ermitteln, ob und inwieweit die Einnahmen – und Ausgabenseite ausgewogen oder die Ausgabenseite bereits in Schieflage geraten ist. Wenn Sie zumindest ungefähr wissen, in welcher Höhe Sie monatlich mit Ausgaben kalkulieren müssen, ist es wesentlich einfacher seine Kontoführung darauf abzustimmen.

Für den Fall, dass Sie bereits Verbindlichkeiten entwickelt haben sollten, müssen schnellstmöglich ggf. unnötige Ausgaben radikal unterlassen werden.

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